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Ein Rückblick auf Turbulence 1 - 5

Am 2. Februar 2019 findet die sechste Ausgabe von Turbulence statt. Ich habe in meinem vorherigen Blogeintrag auf die gesamte Geschichte der SWE zurückgeblickt, doch ich habe das Gefühl, dass es Wert ist, auf unseren traditionell ersten Event des Jahres zurückzublicken. Zurückzublicken auf erinnerungswürdige Wrestler & Momente. Und keine Angst, am Ende des Rückblicks gibt es auch wieder ein paar Statistiken und Fakten, also klickt nicht weg, das Beste kommt zum meist Schluss! Im Gegensatz zu Turbulence, denn bei uns kommt im Wrestlingjahr das Beste meist zum Anfang. Und nach dieser brillianten Überleitung schauen wir direkt zurück auf die erste Ausgabe von Turbulence!

Turbulence (31. Mai 2014)

 

Turbulence 2014 ist die einzige Ausgabe von Turbulence, die nicht im Sternensaal in Bümpliz stattgefunden hat, sondern in der Mehrzweckhalle Geisshubel in Zollikofen. Und wie bei jeder neu gegründeten Liga geht es am Anfang erst einmal darum, einen Champion zu küren, der die Liga repräsentiert. Aus diesem Grund wurde direkt ein Turnier um die SWE Championship gestartet. Es gab drei Halbfinale, aus denen Pascal Spalter, Oliver Carter (damals Calvin Carter) und Drake Destroyer siegreich hervorkamen. Das Finale gewann der somit erste SWE Champion Oliver Carter. Also wenn ihr mal bei einer SWE Trivia Night seid, wisst ihr damit schon die Antwort auf die erste Frage.

 

Ausserdem kam es zum Tag Team Match um die SWE Tag Team Championship zwischen dem Team von Maik Tuga und Fritz Schmid sowie den Nacho Libres. Während des Matches liess Fritz Schmid seinen Tag Team Partner aber im Stich, weshalb das Match als Singles Match fortgesetzt wurde. Maik Tuga konnte sich als Sieger durchsetzen und verteidigte die Titel in Zukunft mit Marty Scurll. Maik Tuga hat sich also praktisch im Alleingang zu den SWE Tag Team Champions gekürt. Also wenn ihr mal bei einer SWE Trivia Night seid, wisst ihr damit schon die Antwort auf die zweite Frage.

 

Auch gab es ein Triple Threat Match zwischen Liberty, Lady Penelope und Layla Rose, welches von ersterer gewonnen werden konnte. Damals gab es aber noch keine Ladies Championship, also ging es bei diesem Match "nur" darum, das erste Ladies Match in der SWE Geschichte zu gewinnen. Also wenn ihr mal bei einer SWE Trivia Night seid, wisst ihr damit schon die Antwort auf die letzte Frage.

 

Für mich war der Main Event des ersten Events auch das beste Match. Die richtigen Männer waren im ersten Match um den wichtigsten Titel. Und man sieht schon daran, dass alle drei im Verlaufe der letzten 5 Jahre SWE Champions waren, dass mit Drake Destroyer, Oliver Carter und Pascal Spalter die richtigen drei Wrestler im Match standen. Auch wenn Spalter sich bei King of Switzerland V gegen das SWE Management gestellt hat, obwohl ihm dieses immer grosses Vertrauen entgegenbrachte.

Turbulence 2 (30. Mai 2015)

 

Bei Turbulence 2 sah man schon eine ganz andere SWE und es ist eindrücklich, wie sehr sich die Qualität der Events in einem Jahr (ja, ich weiss, es sind 366 Tage nicht, 365...) verbessert haben. Topstar dieses Events war ganz klar der damalige Ring of Honor und heutige NXT Superstar Tommaso Ciampa, der sich in einem Falls Count Anywhere Match gegen John "Bad Bones" Klinger duellierte. Aber schon beim ersten Match des Abends hat sich gezeigt, was für einen Event man erwarten konnte, als Chris Andrews sich gegen Marius Al-Ani in einem hochklassigen Match durchsetzte. Auch Maik Tuga konnte gegen The Avalanche Robert Dreissker mit einer absoluten Willensleitung gewinnen.

 

Natürlich standen auch wieder Titel auf dem Spiel und schon im zweiten Match des Abends konnte Diablo den King of Switzerland Titel in einer Battle Royal gegen den ehemaligen Champion Air2Style, Karsten Beck, La Parca Suiza, Pancho & Syndrome gewinnen und sich so zu King Diablo krönen. Und im Main Event kämpften - welch' Überraschung - Pascal Spalter und Drake Destroyer, in welchem sich der amtierende Champion Drake Destroyer durchsetzen konnte.

 

Aber das Match des Abends muss das erstgenannte Match sein, das Falls Count Anywhere Match zwischen Tommaso Ciampa und John "Bad Bones" Klinger. Es kamen Waffen wie Stühle, Abfalleimer, Baseballschläger, Schlitten und Gummihühner zum Einsatz. Es war ein brutales Match zwischen zwei hervorragenden Wrestlern, die sich keinen Zentimerer im Ring schenkten. 

Turbulence 3 (26. März 2016)

 

Aller guten Dinge sind drei, aber stimmt das auch hier? Ja, definitiv! Die Nacho Libres feiern im ersten Match des Abends ihren ersten Sieg beim zweiten gemeinsamen Turbulence-Auftritt, dies gegen Diablo und Syndrome. Danach folgte meiner Meinung nach eines der unterbewertetsten Matches in der Geschichte des SWE, nämlich Chris Colen gegen Gianni Leone.  Bang Gang, das Tag Team von Peter White und Patrick Schulz, konnte ihre Titel gegen Crazy Sexy Mike und Pascal Spalter verteidigen und auch Maik Tuga konnte seine Siegesserie bei Turbulence auf drei Siege ausbauen, indem er Muslim Sultanov besiegen konnte.

 

Auch an der Titelfront gab es einen Meilenstein, denn bei Turbulence 3 konnte Laura Wellings Melanie Gray besiegen und sich so zur ersten SWE Ladies Championesse küren. Marius Al-Ani konnte sich als SWE Champion in einem Triple Threat Match gegen Michael Kovac und Murat Bosporus durchsetzen. Das Match des Abends lieferte aber wieder John "Bad Bones" Klinger ab, er verteidigte seinen King of Switzerland Titel in einem Texas Bullrope Match gegen Drake Destroyer. Ein Kampf, der alles dabei hatte, Blut, Drama und zwei Wrestler, die alles daran legten, das Match und somit den Titel zu gewinnen.

Turbulence 4 (25. Februar 2017)

 

Bei Turbulence 4 gab es etwas, was es seit Turbulence 1 nicht mehr gegeben hat. Ich würde hier auf eine SWE Trivia Night hinweisen, aber der Witz ist schon älter als Hulk Hogans künstliche Hüfte. Denn bei dieser Ausgabe von Turbulence hatte ein Wrestler mehr als einen Auftritt. Konkret in diesem Falle war das Chris Colen, der im Eröffnungsmatch das SWE Championship #1 Contendership Match gegen Diablo, Hakeem Waqur und Pascal Spalter gewinnen und damit am selben Abend noch Michael Kovac um den SWE Title herausfordern konnte.

 

Nach einem Sieg von Drake Destroyer, der von Delila Dark zum Ring begleitet wurde, folgten direkt vier Titelmatches in Folge. Beim SWE Tag Team Titelmatch gewann die Decent Society bei ihrem Debüt direkt die Tag Team Titel von den Nacho Libres, danach erhöhte Maik Tuga seine Siegesserie auf 4 Siege in 4 Turbulence Ausgaben, als er seinen King of Switzerland Titel in einem Triple Threat Match gegen John "Bad Bones" Klinger und Patrick Schulz verteidigte. Danach gab es eine weitere Machtdemonstration von Alpha Female, die ihre SWE Ladies Championship gegen Audrey Bride verteidigen konnte.

 

Danach folgte nicht nur der Main Event zwischen Chris Colen und Michael Kovac, sondern auch mein persönliches Match des Abends. Nicht nur war es ein absolut hochklassiges Wrestlingmatch, es war gefüllt mit Drama, einem unfassbaren Schweizer Wrestlingpublikum und Nearfalls, aus denen die Wrestler gefühlt eine Hundertstelsekunde vor 3 noch herauskamen. Ein wahrer Swiss Wrestling Entertainment Klassiker!

Turbulence 5 (27. Januar 2018)

 

Heute vor einem Jahr ging Turbulence 5 über die Bühne und wir bekamen sehr prominenten Besuch in Form vom amtierenden Ring of Honor Champion Dalton Castle, der sich in Begleitung seiner "Boys" gegen Cash Crash durchsetzen konnte. Auch feierten die Nacho Libres ihr Comeback nach langer Verletzungspause und tauchten als Überraschungsteilnehmer im Tag Team Turmoil Match um die SWE Tag Team Titel auf. Sie gewannen dieses Match auch direkt und krönten sich somit zu zweifachen SWE Tag Team Champions.

 

Auch Audrey Bride konnte sich nach der Niederlage gegen Alpha Female bei Turbulence 3 nun zur SWE Ladies Championesse krönen, indem sie "The Nordic Valkyrie" Miss Mina besiegen konnte. Und auch beim SWE Championship Match im Main Event gab es einen Titelwechsel, weil Peter White sich gegen den amtierenden Titelträger Pascal Spalter und Drake Destroyer durchsetzen konnte. Dies war bisher das einzige Mal, dass bei jedem Titelmatch auch direkt der Titel wechselte.

 

Ihr denkt euch jetzt wahrscheinlich, dass der King of Switzerland Titel in dieser Aufzählung fehlt? Stimmt eigentlich, denn der damals amtierende King of Switzerland Patrick Schulz fiel krankheitsbedingt aus. Deswegen gab es ein #1 Contender Match für eine KOS-Titelchance zwischen Angelico und Oliver Carter und... ich entschuldige mich für die Wortwahl, meine Fresse, war das ein geiles Match! Eines meiner absoluten Lieblingsmatches in einem SWE Ring und ich glaube, das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Aber jetzt, meine Damen und Herren, brauche ich hier einen Trommelwirbel!

 

*Trommelwirbel*

 

Mehr geht hier nicht mit den technischen Möglichkeiten, aber es geht trotzdem los mit den Fakten und Statistiken. Ich muss euch aber direkt wieder enttäuschen, sie werden nicht so umfassend wie bei meinem Gesamtrückblick auf die SWE. Die Rohdaten findet ihr hier, wählt einfach unterhalb des Tabellenblatts "Turbulence Statistiken" aus.  Hier geht es weiter mit meinen Beobachtungen:

 

Wenn es um Rekorde bei Turbulence Events geht, dann kommt man nicht um Drake Destroyer und Pascal Spalter herum. Die beiden haben mit 6 Matches in 5 Events die meisten Matches aller Wrestler bestritten. Auch sind beide drei Mal im SWE Championship Titelmatch gestanden. Pascal Spalter hält aber auch einen Rekord, den er gerne so schnell wie möglich wieder abgeben möchte, denn mit 5 Niederlagen hat er die meisten Matches aller Wrestler verloren. Apropos Niederlagen und New Ratpack Mitglieder: Michael Kovac, der bei Turbulence 6 nicht dabei sein kann, hat die meisten Matches ohne einen einzigen Sieg bestritten. Bei ihm stehen 3 Niederlagen 0 Siegen gegenüber.

 

Die meisten Siege hat auf der anderen Seite Maik Tuga errungen, der mit einer 4-0 Bilanz die beste Bilanz aller Wrestler hat. Auch Chris Colen steht mit einer 3-0 Bilanz sehr gut da. Und auch Peter White beweist mit einer 2-0 Bilanz, dass Österreicher bei Turbulence meistens sehr gut dastehen. Aber nur meistens... *hust* Kovac *hust*... Tut mir leid, mühsamer Husten, ich brauche ein Ricola!

 

Auch bei den Titeln gibt es einige auffällige Statistiken. Der wichtigste Titel, die SWE Championship, wechselte mit drei neuen Champions am meisten. Die neuen Champions waren Oliver Carter bei Turbulence 1, Chris Colen bei Turbulence 4 und Peter White bei Turbulence 5. Auch 3x wechselten die SWE Tag Team Titel. Bei Turbulence 1, als Maik Tuga im Alleingang die Titel gewann, bei Turbulence 4, als sich die Decent Society zu Champions krönten und beim jüngsten Turbulence Event, als die Nacho Libres ihr erfolgreiches In-Ring Comeback feierten. Der King of Switzerland Titel wechselte auf der anderen Seite nur ein einziges Mal, nämlich bei Turbulence 2, als Diablo eine Battle Royal gewinnen konnte.

Es dauert noch 7 (!) Tage, bis Turbulence 6 stattfindet. Welche Geschichten werden am 2. Februar 2019 geschrieben? Gibt es neue Champions? Und auf welches Match werden wir in ein paar Jahren zurückblicken und sagen: "Hey, das war ein Klassiker!"? Ich bin gespannt und ich hoffe, das sieht bei euch genau gleich aus!

Herzlich Willkommen in meiner kleinen Plauderecke! Mein Name ist Stefan Gerig und ich bin seit Ende 2015 in der SWE involviert. Meine Aufgaben sind die Bewirtschaftung und die Erweiterung der Webseite, das Verfassen der Showberichte, ausserdem übernehme ich per sofort auch die Social Media Accounts der SWE. Während den Shows bin ich seit King of Switzerland 3 für das Licht und die Musik, nach den Shows für das eine oder andere leere Bier verantwortlich. Ausserdem übernehme ich die Leitung dieses Blogs, in dem ich euch Einblicke hinter die Kulissen einer Wrestlingshow gewähre oder über Themen schreibe, die nicht wirklich in eine Kategorie passen. Ich werde auch einigen Wrestlern und Organisatoren Fragen zukommen lassen, die diese hoffentlich beantworten. Bei Fragen, Lob oder Kritik könnt ihr mich auf der offiziellen SWE Facebookseite, hier in der Kommentarfunktion oder via E-Mail (gerig@swe-wrestling.ch) kontaktieren. 

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